Transpositionen


Bei Wikipedia kann man die Definitionen des Begriffs finden (https://de.wikipedia.org/wiki/Transposition) Allen Begriffen ist gemeinsam, dass sie die Bedeutung des eigentlichen, ursprünglichen Begriffs verwandeln.

In meinem Projekt "Transpositionen" greife ich diese Vieldeutigkeit auf, indem ich einerseits den Plural verwende: Transpositionen.

Welchen der diversen Begriffe soll man nehmen? Den musikalischen, den kryptologischen oder den linguistischen.....

Andererseits greife ich ihn inhaltlich auf:

Meine Bilder entstehen genau durch diesen Prozess: Wie sähe die Welt aus, wenn wir sie von verschiedenen Positionen (Transposition?) in Raum und/oder Zeit auf einen Blick sehen könnten? Der lateinische Wortstamm transponere ist in der Übersetzung: „versetzen“.

Ausgehend von den "Realismen" der aktuellen philosophishen Strömungen, dem Spekulativem Realismus und dem Neuen Realismus, die die "Wahrheit" weg von der menschlichen Erkenntnis hin zu einer eigenen, ohne den Menschen dennoch bestehenden eigenen "Wahrheit" bewegen, hinterfrage ich den Prozess der Wahrnehmung von uns Menschen und überprüfe, wieviel von der Realität denn überhaupt in unserer Wahrnehmung vorhanden ist. Dabei hilft mir der vielschichtige Titel des Projekts, verschiedene Aspekte unserer Perzeption zu vereinen: Bild und Text habe ich ganz konkret ausgewählt. Ausgelassen habe ich den auditiven Kanal, den olfaktorischen Kanal. Und, als ein sehr elementares Teil unseres Zugangs zur Aussenwelt, den sensorischen Kanal. Wiewohl alle diese Kanäle durch die Vielschichtigkeit der Bedeutungen von "Transpositionen" bewußt als Spur gelegt wurden; angedeutet, aber nicht angesprochen.

Wenn wir, trotz der Sicht von verschiedenen Positionen, und dadurch in einer Sicht mit verschiedenen Perspektiven, die Gegenstände eindeutig erkennen können, wenn wir trotz der falschen Schreibweise das Wort "lesen" können, wenn wir also trotz dieser Verfremdung die Welt erkennen, dann ist die eigentliche Frage doch (und hier sei Klaus Damm aus seiner Einführungrede zitiert):

Ausschnitt aus Vernissagerede gehalten in der Galerie-Display am 20.02.2016
Warum kann ich Dinge erkennen, obwohl sie bildlich wie textuell so sehr „verzerrt“ sind. „Wenn ich also diesen Text zu einer ‚richtigen‘ Schreibweise erkennen kann, wenn ich also dieses verzerrte Bild des Hauses zu dem Hansa-Hochhaus machen kann, warum stelle ich nicht gleich in Frage, ob das Haus denn wirklich so aussieht, wie ich es ‚sehe‘?“. Was letztlich zu der Frage führt, ob wir Menschen überhaupt die ‚wahre‘ Realität der Dinge ‚wahrnehmen‘.

Klaus Damm

Transposition:
Holzsegelschiff/43

Auflage 1/1

© Reinhold Adscheid/VG Bild-Kunst

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Holzsegelschiff/43

Auflage 1/1

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Holzsegelschiff/43

Auflage 1/1

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Transposition:
Hansa-Hochhaus/12

Auflage 1/1

© Reinhold Adscheid/VG Bild-Kunst

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Hansa-Hochhaus/12

Auflage 1/1

© Reinhold Adscheid/VG Bild-Kunst

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Hansa-Hochhaus/12

Auflage 1/1

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Schiffswrack/19

Auflage 2/5

© Reinhold Adscheid/VG Bild-Kunst

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Schiffswrack/19

Auflage 1/1

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Schiffswrack/19

Auflage 1/1

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Schiffswrack/19

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Springvieh/12

Auflage 2/5

© Reinhold Adscheid/VG Bild-Kunst

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Springvieh/12

Auflage 1/1

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